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Hallo Leidensgenossen

Verfasst: 3. Jul 2014, 22:33
von Kieferbruch
Bin heute über dieses Forum gestolpert und hab mich gleich angemeldet.
Dann will ich mich auch mal vorstellen :)
Ich bin 53 Jahre aus Düsseldorf. Festgestellt wurde die HOCM 2011 nach einer Routineuntersuchung für eine LV.
Symtome bis dahin nur gelegentliche Kurzatmigkeit nach Treppensteigen. Hypertrophie damals 18mm, in Ruhe kein Druckgradient unter Belastung max. 18mm.
Tolle Werte wenn ich hier teils die Werte von Euch lese. Therapie 2 x tägl. Verapamil 120.
Seitdem habe ich folgende Symptome nur nach leichten Steigungen/Treppensteigen - nie nach starker körperlicher Belastung : Angina pectoris, Schwindel, schwarz vor den Augen ----> kurze Ruhepause
und alles war gut bis vor 1 Woche.
Vor 2 Wochen Langzeit EKG und Blutdruck : Ergebnis: Hypertrophie von 18mm auf 20mm gestiegen sonst alles im Rahmen. Empfehlung von Prof. Klein in Dssdf: 3 x Verapamil 120 und 1 x morgens Ramipril (ACE-Hemmer) 2,5mg.
Nun zur Entstehung meines Forum-Namens :evil:
Vor einer Woche habe ich meinem Nachbarn ein kleines Paket gegeben. (Nur über die Strasse und eine Treppe mit 7 Stufen rauf) Keine Symptome bemerkt, kurzes Schwätzchen gehalten, dann die Treppe wieder runter und 3 Meter
in Ruhe gegangen. Plötzlich Schwindel und ich dachte noch... oh bleib stehen...
dann bin ich wieder wach geworden, lag auf dem Pflaster und wunderte mich über das ganze Blut...
Nun ja, doppelter Kieferbruch , vier Zähne im Eimer, Zunge zerbissen diverse Prellungen und und und... in 3 Monaten ist hoffentlich alles wieder ok. :roll:

Aber was nun bleibt ist die Angst ob ich beim nächsten Mal besser reagieren kann.
Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen?
beste Grüße an alle
Kieferbruch

P.S. schön dass es diese Forum gibt

Re: Hallo Leidensgenossen

Verfasst: 17. Aug 2014, 13:18
von Kati07
Hallo von Sachsen nach Düsseldorf,

wie geht es dir denn aktuell?

Was du da bezüglich deines "Forumnamen" schreibst, ist wohl das, was eben u a typisch ist für unsere Erkrankung, diese plötzlich eintretende Bewusstlosigkeit. Ich selbst hatte so etwas noch nicht, war aber gefühlt oftmals kurz dafür. Also ich hatte das Gefühl, wenn ich auch nur noch einen Schritt unter dieser Belastung weitergehe, dann falle ich um (deutliche Luftnot, Pochen in den Schläfen, Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, "Aussetzer", schwarz vor Augen...". Ich hatte vor meiner Tash die Probleme erst bei Belastung (Treppensteigen, bergan laufen, Aufregung etc., im weiteren Verlauf wurde die Symptomatik aber auch z.B. auf gerader Strecke schlimmer, Situationen unter geringer Belastung also- je nach Tagesform auch.
Habe seit August 2013 auch Verapamil 160mg 3x tgl, dazu Candecor 16mg, 1-0-1/2. Den Betablocker habe ich nicht vertragen ,weil der beim Asthmatiker verschlimmernd wirkt. Aber alleine die Medikation hat nichts an meinem Gesundheitszustand geändert. Die Tash war dringend nötig und ich bin heilfroh, daß mir damit so sehr geholfen werden konnte.
Ich kann dir nur raten, in ärztlicher Kontrolle zu bleiben und wenn die Hypertrophie zunimmt, etwas zu unternehmen. Die Ohnmachtsanfälle zu kontrollieren ist nicht möglich.
Vielleicht denkst du auch mal über einen HOCM- Check in einer entsprechenden Spezialklinik nach (Bielefeld, Schweinfurth)- dort sitzen die Profis.

Wünsche dir gute Besserung. Viele Grüße von Kati

Re: Hallo Leidensgenossen

Verfasst: 20. Aug 2014, 07:47
von LOCKE
Moinsen,

meine HOCM Diagnose April 2011, dann KH , Herzzentrum, Mai 2011Tash in Bad Krotzingen und Reha.

Seitdem deutlich besser , aber eine Synkope nach zu schnellem Aufstehen direkt eine Woch nach TASH.
Konnte mich noch am Turrahmen festhalten, wachte dann auf dem Boden wieder auf.

Bei mir kündigt sich sowas immer durch Flimmern vor den Augen an.
Dann bin ich vorbereitet mich einfach hinzusetzten egal wo ich gerade bin .... Arbeit.... Büro .... Laden ... Bürgersteig. EGAL !!
Sollen alle denken was sie wooooollen ;-))

Grüße Locke